Ein professionelles Angebot erstellen: Zeig, was in deinem Preis enthalten ist

Bei der Erstellung eines professionellen Angebots geht es nicht nur um ein ansprechendes Logo und einen Betrag am Ende. Wenn dein Angebot karg oder unklar ist, vergleicht der Kunde vor allem den Gesamtbetrag. Dabei enthält dein Preis vielleicht Montage, Material, Vorbereitung oder Endbearbeitung, die in einem anderen Angebot fehlen.
Mach daher nicht nur deutlich, was es kostet, sondern vor allem, was der Kunde dafür bekommt. Mit einem einheitlichen Layout, konkreten Angebotszeilen und einer kurzen Erläuterung gibst du dem Kunden Orientierung. Dabei musst du andere Anbieter nicht erwähnen oder schlechtmachen.
Wie gestaltest du ein Angebot übersichtlich, ohne es unnötig lang zu machen?
Ein klares Angebot beginnt bei der Gliederung. Vermeide eine einzige pauschale Zeile wie „Lieferung und Montage der Veranda“ mit einem dahinter stehenden Gesamtbetrag. Der Kunde sieht dann nicht, was enthalten ist, und kann dein Angebot nur schwer mit einem anderen vergleichen.
Gliedere den Preis in Einzelposten auf, die für den Kunden verständlich sind. Das Ziel ist nicht, jede einzelne Schraube aufzuzählen. Sondern die wichtigen Entscheidungen und Arbeiten sichtbar zu machen, die den Preis beeinflussen.
Denk zum Beispiel an:
- das Produkt mit Maßen, Material und Ausführung;
- gewählte Optionen wie Seitenwände, Beleuchtung oder eine andere Ausführung;
- Montage, Transport oder Vorbereitungsarbeiten, sofern diese im Preis enthalten sind;
- eventuelle Arbeiten vor Ort, die du bereits einkalkulieren kannst;
- die Mehrwertsteuer und den Gesamtbetrag, übersichtlich aufgeschlüsselt.
Schreib die Beschreibungen so, wie du sie auch einem Kunden erklären würdest. „Aluminium-Veranda, 600 x 300 cm, anthrazit, Dach aus Klarglas“ sagt mehr aus als nur „Überdachung“. Füge bei Bedarf eine kurze Erläuterung hinzu. So sieht der Kunde, was er ausgewählt hat und worauf sich der Betrag stützt.
Überprüfe auch, ob die Beschreibung mit dem übereinstimmt, was du tatsächlich lieferst. Ein Angebot ist keine interne Kalkulationsliste. Der Kunde muss nicht sehen, wie du rechnest, sondern muss verstehen, was im Preis enthalten ist.
Warum sollte ein Angebot einen eigenen Hausstil haben?
Ein Angebot in deinem eigenen Corporate Design zu erstellen, sorgt für Wiedererkennbarkeit und Übersichtlichkeit. Dein Logo, deine Farben und deine Unternehmensdaten stehen jedes Mal an derselben Stelle. So vermeidest du, dass das eine Angebot wie eine kopierte Word-Datei aussieht und das andere wie eine einzelne PDF-Datei.
Das ist nicht nur eine Frage des Aussehens. Bei einer größeren Anschaffung ist das Angebot oft das Dokument, das der Kunde aufbewahrt, weiterleitet oder mit einem Partner bespricht. Ein gepflegtes Layout hilft dem Kunden, den Inhalt ernsthaft zu betrachten.
Halte die Grundstruktur übersichtlich. Verwende ein einheitliches Layout für Überschriften, Zeilen, Summen und Kontaktdaten. Sorge dafür, dass wichtige Informationen schnell zu finden sind: für wen das Angebot bestimmt ist, welche Leistungen oder Produkte darin enthalten sind, wie hoch der Gesamtbetrag ist und wie lange das Angebot gültig ist.
Mit Angeboten von Klantly versendest du ein Angebot als persönliche Webseite und als PDF. Der Kunde kann das Angebot also auch ganz einfach auf dem Handy öffnen. Das ist praktischer als ein Anhang, der irgendwo zwischen anderen E-Mails untergeht.
Wann ist ein Angebot mit Deckblatt oder zusätzlichen Erläuterungen hilfreich?
Bei einem einfachen Auftrag reicht oft schon eine übersichtliche Preisaufschlüsselung. Aber bei einem höheren Betrag oder einem maßgeschneiderten Produkt hat der Kunde meist mehr Fragen. Was passiert nach der Zusage? Welche Entscheidungen wurden getroffen? Und welche Leistungen sind enthalten?
Ein Angebot mit Deckblatt oder zusätzlichen Seiten hilft, diesen Fragen zuvorzukommen. Fülle diese Seiten nicht mit allgemeiner Werbung. Nutze sie für Informationen, die dem Kunden beim Vergleichen und Entscheiden helfen.
Du kannst zum Beispiel feste Seiten hinzufügen mit:
- einer kurzen Zusammenfassung der gewählten Ausführung;
- Erläuterungen zu deiner Arbeitsweise, vom Aufmaß bis zur Ausführung;
- Bedingungen oder Rahmenbedingungen, die zum Preis gehören;
- Informationen zur Planung, Wartung oder was du nach der Fertigstellung tust;
- Fotos von passenden früheren Arbeiten, wenn diese die Ausführung verdeutlichen.
Eine solche Erläuterung ist vor allem dann nützlich, wenn dein Angebot mehr umfasst als nur das Produkt. Denk zum Beispiel an einen Gärtner, der neben der Pflasterung auch Fundamentarbeiten, Entwässerung und Randbefestigung übernimmt. Oder an einen Installateur, der nicht nur ein Bauteil liefert, sondern auch die Arbeiten vor Ort ausführt.
Nimm nur Informationen in das Angebot auf, die für diesen Kunden und diesen Auftrag relevant sind. Allgemeine Geschäftsbedingungen können dazugehören, aber ersetze eine klare Beschreibung niemals durch einen Verweis auf das Kleingedruckte.
Praxisbeispiel: Ein fair vergleichbares Angebot für eine Veranda
Angenommen: Ein Kunde holt Preise für eine Terrassenüberdachung ein. Er erhält drei Gesamtbeträge. Dein Betrag ist höher, aber dein Angebot umfasst eine Aluminium-Veranda in der gewählten Größe, die Profilfarbe, das Dachmaterial, Seitenwände, Beleuchtung und Montage. Bei einem anderen steht nur „Überdachung inklusive Montage“.
Wenn dein Angebot nur einen Gesamtbetrag ausweist, sieht der Kunde diesen Unterschied nicht. Er könnte dann denken, es handele sich um dieselbe Ausführung, während er tatsächlich unterschiedliche Dinge vergleicht.
Gestalte das Angebot daher konkret. Nenne die Maße und die gewählte Ausführung. Führe Seitenwände, Beleuchtung und Montage als erkennbare Zeilen oder klare Bestandteile in der Preisaufschlüsselung auf. Erläutere auf einer separaten Seite kurz, was nach der Zusage passiert, zum Beispiel, dass die weitere Überprüfung der Situation während der Vermessung stattfindet.
Der Kunde muss dann nicht raten, warum dein Angebot ganz anders ist. Er sieht, was in deinem Preis enthalten ist, und kann gezieltere Fragen stellen. Das macht das Gespräch inhaltlicher als eine Diskussion nur über den Betrag am Ende.
Bei maßgeschneiderten Lösungen kannst du Auswahlmöglichkeiten auch schon vor dem Angebot festlegen. Über einen Konfigurator auf deiner Website kann ein Besucher zum Beispiel Maße und Optionen auswählen, woraufhin diese Daten als Grundlage für das Angebot übernommen werden. Das Angebot entspricht dann genau dem, was der Kunde zuvor zusammengestellt hat.
Wie stellst du sicher, dass dein Angebot auch wirklich gelesen wird?
Ein sorgfältig erstelltes Angebot hat wenig Wert, wenn der Kunde es nicht öffnet oder die Zustimmung zu umständlich ist. Schick daher nicht nur ein PDF als Anhang, sondern sorge für einen klaren Weg zum Angebot und einen logischen nächsten Schritt.
Eine persönliche Angebotsseite lässt sich bequem auf dem Handy und dem Laptop nutzen. Der Kunde kann den Inhalt ansehen, das PDF herunterladen und Fragen stellen. Wenn du eine Online-Zustimmung als passend für deinen Prozess erachtest, senkst du zudem die Hürde zwischen „sieht gut aus“ und einem bestätigten Auftrag. Schau dir auch an, wie du ein Angebot online annehmen lassen kannst.
Wenn keine Antwort kommt, geh nicht sofort von Desinteresse aus. Vielleicht wurde die E-Mail übersehen, das Angebot noch nicht angesehen oder der Kunde hat eine Frage. Wer sieht, wann ein Angebot geöffnet wurde, kann gezielter nachfassen. Dieses Thema behandeln wir ausführlicher unter „Angebote nachverfolgen ohne lose Listen“.
Ein professionelles Angebot zu erstellen muss nicht für jeden Auftrag eine Designaufgabe sein. Lege deinen Hausstil, klare Regeln und feste Erläuterungen einmalig fest. Danach widmest du pro Angebot vor allem dem Inhalt Zeit, der für diesen Kunden zählt.
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Das Online-Akzeptieren eines Angebots macht es einfach, per Handy oder Laptop zuzustimmen. Sieh dir an, wie dein Angebot in eine Rechnung oder einen Arbeitsauftrag umgewandelt wird.

Angebote nachverfolgen, ohne separate Listen zu führen? Sieh dir an, welche Angebote bereits angesehen wurden, und richte Erinnerungen und Aufgaben ein, um die Nachverfolgung zu automatisieren.

Hast du das Angebot nicht erhalten? Schick dein Angebot als persönlichen Link, schau nach, ob der Kunde es sich ansieht, und reagiere gezielt, falls das nicht der Fall ist.
