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Preis auf Anfrage: Warum Besucher dann abspringen

3D-Konfigurator für eine Cube-Terrassenüberdachung mit Glaswänden und Maßen in Zentimetern

„Preis auf Anfrage“ gibt dir ein sicheres Gefühl, wenn du maßgeschneiderte Produkte verkaufst. Für einen Besucher bedeutet das aber meistens: erst mal Daten hinterlassen, auf einen Anruf warten und hoffen, dass es ins Budget passt. Deshalb springen viele Leute ab, noch bevor du überhaupt merkst, dass sie auf deiner Website waren.

Du musst nicht jede Sonderfall-Situation im Voraus festlegen, um Preise auf deiner Website anzuzeigen. Eine gute Online-Preisangabe zeigt, was eine Standardausführung basierend auf Maßen und Auswahlen kostet. Was du erst vor Ort beurteilen kannst, gibst du einfach ehrlich an.

Warum springen Besucher bei „Preis auf Anfrage“ ab?

Ein Besucher, der sich erst mal umschaut, will noch kein Verkaufsgespräch. Er will zuerst eine Antwort auf eine einfache Frage: Kann ich mir das ungefähr leisten? Bei einer Veranda, einem Fensterrahmen, einem Boden oder einem Anbau ist das keine Neugier, sondern eine Möglichkeit, Optionen auszuschließen.

Wenn du in diesem Moment sofort nach Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse fragst, verlangst du viel, bevor du etwas zurückgibst. Ein Kontaktformular ohne Preis fühlt sich für viele Menschen wie eine Verpflichtung an. Sie wissen, dass danach ein Anruf kommen kann, während sie vielleicht erst noch vergleichen oder sich mit ihrem Partner beraten wollen.

Das macht „Preis auf Anfrage“ zu einer unbeabsichtigten Hürde. Nicht nur für Leute, die ausschließlich auf den niedrigsten Preis aus sind, sondern gerade für Besucher, die ernsthaft prüfen, was möglich ist.

Der Besucher denkt oft nicht: Dieses Unternehmen hat bestimmt einen guten Grund, keinen Preis zu nennen. Er denkt eher:

  • Ich weiß nicht, ob das in mein Budget passt.
  • Ich möchte noch nicht angerufen werden.
  • Bei einem anderen Anbieter bekomme ich vielleicht schnell einen Richtwert.
  • Ich komme später wieder.

Letzteres passiert seltener, als man hofft. Wer wegklickt, hat meist auch keinen Grund, wiederzukommen.

Warum wollen Kunden erst mal einen Preisvoranschlag auf deiner Website?

Die Berechnung maßgeschneiderter Preise ist für dich Alltag. Für deinen Kunden ist es oft eine große Anschaffung, mit der er wenig Erfahrung hat. Er weiß vielleicht, dass eine größere Überdachung mehr kostet als eine kleinere, aber nicht, wie groß der Unterschied durch ein Glasdach, eine Seitenwand oder die Montage ist.

Eine Preisangabe auf der Website hilft ihm, die richtigen Erwartungen zu entwickeln. Er sieht, wie sich seine Entscheidungen auf den Preis auswirken. Dadurch beginnt ein späteres Gespräch nicht mehr mit Schrecken über den Preis, sondern mit der Umsetzung, die er sich vorstellt.

Nehmen wir als Beispiel einen Veranda-Hersteller. Jemand sucht eine Überdachung, die vier Meter breit und drei Meter tief ist. Er schwankt zwischen Klarglas und Polycarbonat, möchte vielleicht eine Seitenwand und fragt sich, ob eine Beleuchtung noch in sein Budget passt.

Wenn du nur „Preis auf Anfrage“ angibst, schickt er höchstens eine kurze Nachricht: „Was kostet eine Veranda ungefähr?“ Danach beginnt das Hin und Her mit den Fragen. Welche Maße? Welches Dach? Welche Farbe? Ist eine Montage nötig? Bevor du ein brauchbares Angebot erstellen kannst, hast du schon mehrere Nachrichten hin und her geschickt.

Lässt du ihn hingegen die Maße, die Dachart, die Farbe und zusätzliche Optionen selbst auswählen, sieht er sofort, wie sich der Preis ändert. Die Anfrage, die danach eingeht, enthält bereits alle Auswahlkriterien, die für deinen Preis entscheidend sind. Das spart beiden Seiten Zeit.

Ein Konfigurator mit Echtzeit-Preisberechnung macht diesen Prozess Schritt für Schritt möglich. Der Kunde stellt sein Produkt selbst zusammen und du erhältst eine Anfrage mit den gewählten Maßen, Optionen und dem berechneten Preis.

Wie gibst du eine Online-Preisangabe ohne Risiko?

Die Bedenken hinter „Preis auf Anfrage“ sind verständlich. Vielleicht ist die Anfahrtsroute schwierig, es muss ein zusätzliches Fundament her oder beim Ausmessen stellt sich heraus, dass eine Wand nicht rechtwinklig ist. Solche Dinge lässt sich nicht immer am Bildschirm beurteilen.

Aber das ist kein Grund, jeden Preis geheim zu halten. Es ist jedoch ein Grund, die Ausgangsbedingungen klar darzulegen. Du entscheidest selbst, welche Komponenten du bereits einkalkulierst und welche erst nach einem Besuch endgültig feststehen.

Eine brauchbare Preisangabe besteht meist aus folgenden Bestandteilen:

  • Der Preis basiert auf den Maßen und der Auswahl des Besuchers.
  • Die wichtigsten Optionen sind in der Preisaufschlüsselung klar aufgeführt.
  • Besondere Situationen, wie zusätzliche Erdarbeiten, ein abweichender Anschluss oder eine schwierige Erreichbarkeit, werden separat bewertet.
  • Du erklärst, wann ein Aufmaß oder ein Besuch nötig ist.

So verschweigst du Ausnahmen nicht, machst aber die normale Situation sofort transparent. Das ist ehrlicher als ein allgemeiner „ab“-Preis, der wenig darüber aussagt, was der Kunde wirklich will.

Bei Klantly ergibt sich der Preis aus deinen eigenen Preisregeln. Diese können mit Preisspannen für Maße und mit festen Auswahlmöglichkeiten wie Material oder Dachtyp arbeiten. Beim Absenden der Anfrage wird der Preis erneut nach denselben Regeln berechnet. Was der Kunde gesehen hat, fließt also in das Angebot ein.

Die Anzeige von Preisen auf der Website filtert auch Anfragen

Manche Unternehmer befürchten, dass sichtbare Preise nur Preisjäger anziehen. In der Praxis passiert aber etwas anderes: Die Besucher qualifizieren sich selbst.

Wer den Betrag für zu hoch hält, steigt aus, bevor du Zeit in Anrufe, Berechnungen und Nachverfolgung investierst. Wer weitermacht, weiß bereits besser, in welcher Preisklasse er sich bewegt. Das macht die Anfrage nicht weniger wertvoll, sondern geradezu konkreter.

Außerdem musst du nicht dein gesamtes Sortiment auf einmal online stellen. Fang mit einem Produkt an, dessen Preis vor allem von einer begrenzten Anzahl von Auswahlmöglichkeiten abhängt. Denk dabei an Größe, Material, Farbe und ein paar häufig gewählte Extras. Details, die erst vor Ort klar werden, hebst du dir für das Gespräch auf.

Das ist oft auch angenehmer für den Besucher. Ein Formular mit dreißig Fragen wirkt kontraproduktiv. Ein kurzer Weg mit den Auswahlmöglichkeiten, die den Preis wirklich bestimmen, sorgt schneller für Klarheit.

Was machst du, nachdem jemand den Preis gesehen hat?

Ein Preisindikator ist kein Endpunkt. Er ist der Anfang eines besseren Gesprächs. Der Kunde hat bereits eine Vorstellung im Kopf und du musst nicht mehr von Grund auf nachfragen, was er meint.

Lass daher nach einer Anfrage schnell wissen, dass du sie erhalten hast. Überprüfe die gewählte Ausführung und besprich die Punkte, die du noch prüfen musst. Anschließend kannst du ein professionelles Angebot verschicken, das der Kunde online öffnen und annehmen kann. Bei Angeboten auf Klantly siehst du auch, wann ein Kunde den Angebotslink zum ersten Mal öffnet, sodass du gezielter nachfassen kannst.

„Preis auf Anfrage“ ist also nicht unbedingt eine sichere Wahl. Es kann sogar dazu führen, dass interessierte Besucher still und leise verschwinden. Gib einen brauchbaren Richtwert an, nenne die Ausnahmen und zeige, welcher nächste Schritt für einen endgültigen Preis nötig ist.

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Preis auf Anfrage: Warum das abschreckt | Klantly