Preisberechnung auf der Website: So vermeidest du Abweichungen zum

Vielleicht hältst du eine Preisberechnung auf der Website lieber zurück, weil kein Auftrag genau dem anderen gleicht. Eine schwierige Zufahrt, ein abweichendes Fundament oder eine schiefe Wand können den Preis nach dem Aufmaß verändern. Wenn du deshalb gar keinen Betrag zeigst, lässt du Besucher jedoch im Unklaren, obwohl sie vor allem wissen wollen, ob deine Arbeit in ihr Budget passt.
Der Fehler ist nicht, dass du online einen Preis nennst. Der Fehler ist, so zu tun, als kenne dieser Preis bereits alle Ausnahmen. Nenne einen Betrag für die Situation, die der Kunde selbst zusammenstellt, und erkläre klar, welche Punkte du erst vor Ort beurteilen kannst.
Warum weicht eine Preisberechnung auf deiner Website oft vom Angebot ab?
Viele Handwerksbetriebe arbeiten mit einem allgemeinen Einstiegspreis. Der sagt wenig darüber aus, was der Kunde tatsächlich möchte. Eine Terrassenüberdachung mit drei Metern Breite und Polycarbonat ist zum Beispiel etwas anderes als eine breitere Ausführung mit Glasdach, Seitenwand und Beleuchtung.
So entsteht schnell ein Unterschied zwischen dem, was der Besucher zu sehen glaubte, und dem, was später im Angebot steht. Nicht, weil du absichtlich einen anderen Preis berechnest, sondern weil der erste Preis zu allgemein war oder wichtige Auswahlmöglichkeiten fehlten.
Eine brauchbare Preisberechnung für Maßanfertigungen beginnt deshalb nicht mit einem einzelnen Einstiegspreis, sondern mit den Angaben, die den Preis wirklich bestimmen. Denk an Maße, Material, Ausführung und Zusatzoptionen. So erhält der Kunde einen Betrag, der zu seinen eigenen Vorgaben passt – nicht zu einem beliebigen Beispiel.
Welche Auswahlmöglichkeiten brauchst du für eine verlässliche Online-Preisberechnung?
Du musst nicht jedes Detail im Voraus abfragen. Das macht ein Formular lang und führt dazu, dass Besucher abspringen. Starte mit den fünf bis acht Auswahlmöglichkeiten, die den größten Teil des Preises bestimmen. Den Rest besprichst du beim Besuch oder im Verkaufsgespräch.
Bei einer Veranda sind das zum Beispiel:
- Breite und Tiefe;
- Profilfarbe;
- Dachmaterial;
- Seitenwände und Seitendreiecke;
- Beschattung, Beleuchtung und Montage.
Lege für diese Auswahlmöglichkeiten feste Preisregeln fest. Der Besucher sieht dann beim Ausfüllen, was ein anderes Maß oder eine andere Option mit dem Gesamtbetrag macht. Praktische Hinweise für den übersichtlichen Aufbau eines solchen Formulars findest du in ein Angebotsformular mit fünf preisbestimmenden Auswahlmöglichkeiten erstellen.
Eine Preisberechnung auf deiner Website wird verlässlicher, wenn du mit derselben Preisliste arbeitest, die du auch für deine Angebote nutzt. Dann muss niemand Beträge aus einer separaten Kalkulation übernehmen. Änderst du einen Preis, änderst du ihn an einer Stelle.
Wie machst du klar, was erst beim Aufmaß festgelegt wird?
Eine Preisberechnung ist kein Grund, Unsicherheiten zu verschleiern. Erkläre lieber ruhig, welche Punkte von der Situation vor Ort abhängen. So verhinderst du, dass ein Kunde denkt, jeder mögliche Mehraufwand sei bereits in seinem Betrag enthalten.
Schreib nicht vage, dass der Preis „unter Vorbehalt“ gilt. Erkläre lieber konkret, was du noch prüfst. Zum Beispiel die Erreichbarkeit des Gartens, das Fundament, die bestehende Fassade oder abweichende Anschlüsse.
Du kannst diese Grenze auf drei Arten deutlich machen:
- Nimm Standardsituationen in den Preis auf. Was du häufig lieferst und gut berechnen kannst, nimmst du einfach in die Konfiguration auf.
- Führe einen situationsabhängigen Posten separat auf. Erkläre, dass du ihn nach dem Aufmaß festlegst, oder zeige eine Preisspanne, wenn das zu deiner Arbeit passt.
- Erkläre die Grundlagen direkt beim Betrag. Der Kunde muss sehen können, welche Maße, Materialien und Optionen in seiner Preisberechnung enthalten sind.
So wird der Preis nach dem Aufmaß keine Überraschung, sondern eine logische Fortsetzung dessen, was bereits bekannt war. Stellt sich heraus, dass die Situation anders ist als vom Kunden angegeben, besprichst du, warum das Folgen für das Angebot hat.
Wie funktioniert das in der Praxis bei einer Veranda?
Angenommen, ein Besucher möchte eine Aluminium-Veranda. Er wählt Breite und Tiefe, anthrazitfarbene Profile, ein Glasdach, eine Seitenwand und Beleuchtung. Der Konfigurator rechnet mit deinen Preisregeln und zeigt sofort den passenden Betrag an.
Dieser Preis geht zusammen mit allen Auswahlmöglichkeiten bei dir ein. Du musst also nicht erneut herausfinden, welche Ausführung der Kunde meinte, oder jede Option wieder einzeln zusammenrechnen. In Klantly wird eine solche Anfrage zu einem Lead mit einem Angebot, das dieselben Maße, Auswahlmöglichkeiten und den berechneten Preis enthält.
Beim Aufmaß zeigt sich, dass die bestehende Fassade einen abweichenden Anschluss hat. Diesen Punkt konnte der Besucher nicht beurteilen, und er war vorab bereits als Prüfpunkt genannt. Du besprichst die notwendige Anpassung, führst sie klar als separate Position auf und verschickst anschließend das endgültige Angebot.
Der Unterschied ist dann nicht heimlich im Gesamtbetrag versteckt. Der Kunde versteht, was er online zusammengestellt hat, welche Grundlagen galten und warum eine besondere Situation zusätzliche Arbeit erfordert. Das ist etwas ganz anderes, als erst mit einem Lockpreis zu werben und ihn später ohne Erklärung zu erhöhen.
Wie verhinderst du, dass Websitepreis und Angebot auseinanderlaufen?
Der wichtigste Schritt ist einfach: Lass dieselben Preisregeln den Online-Preis und das Angebot füllen. So bleibt das, was der Kunde gesehen hat, mit dem verbunden, was bei dir eingeht.
Mit einem Konfigurator für die Preisberechnung auf deiner Website stellt ein Besucher sein Produkt Schritt für Schritt zusammen. Der Preis verändert sich mit seinen Auswahlmöglichkeiten. Beim Absenden wird der Preis mit denselben Regeln erneut berechnet, damit sich unterwegs nichts verschiebt.
Kontrolle bleibt notwendig. Deine Preise müssen aktuell sein, und eine falsch eingegebene Preisregel bleibt natürlich eine falsche Preisregel. Sorge deshalb dafür, dass deine Preismatrix vollständig ist, und prüfe Änderungen, bevor du sie veröffentlichst. So verhinderst du auch, dass ein Kunde genau eine Kombination auswählt, für die noch kein Preis hinterlegt ist. Im Artikel über die Preismatrix prüfen und fehlende Regeln finden erfährst du, wie du solche Lücken früher entdeckst.
Eine gute Preisberechnung auf deiner Website vermittelt keine Scheinsicherheit. Sie gibt dem Kunden aber etwas viel Wertvolleres: ein ehrliches Bild des Preises für seine eigenen Auswahlmöglichkeiten. Du behältst Raum für die fachliche Prüfung, ohne dass jeder Besucher erst anrufen muss, um zu erfahren, ob dein Angebot überhaupt passt.
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